Claudia Tolck
Praxis für Osteopathie, Gesundheit und Bewegung
Osteopathie, Manuelle Therapie und Neurologische Therapie

Was ist Manuelle Medizin / Sanfte Chirotherapie

Die Manuelle Medizin wird auch als Chirotherapie bezeichnet. Da sich in den letzten 10 – 20 Jahren in der Anwendung der Chirotherapie viel verändert hat, wird sie heute von den Ärzten und Physiotherapeuten als Manuelle Medizin bezeichnet.

Was hat sich verändert?
Die sanfte Therapie – besonders in der Behandlung hat sich viel verändert. Früher auch als Knochenbrecher bekannt, haben die Chirotherapeuten oft unter großer Kraftanwendung gearbeitet. Manualmediziner arbeiten heute mit der sanften Manipulation in die sogenannte freie Richtung, d.h. Gelenke werden nur in die Richtung bewegt, die schmerzfrei ist.

Wann kommt die Manuelle Medizin zur Anwendung?
Die Manuelle Medizin befasst sich mit heilbaren Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsorgan (Gelenke, Wirbelsäule, Halswirbelsäule usw.). Besonders bei der Volkskrankheit Rückenschmerz, aber auch bei allen durch Haltungsschäden hervorgerufenen Schmerzen sowie bei schmerzhaften Bewegungseinschränkungen, Taubheitsgefühl, Schwindel oder Seh- und Hörstörungen aber auch bei Halsschmerzen, Engegefühlen, Schlafstörungen und Schweißausbrüchen kann die Manuelle Medizin angewandt werden.

Behandlungstechniken 

Im folgenden finden Sie Behandlungstechniken, die üblicherweise von Ärzten und Physiotherapeuten angewandt werden:

Muskeln  und Sehnen entlasten - die Weichteiltechniken
kurzes Drücken eines Muskels mit den Fingern oder Reiben einer gestörten Struktur etwa am Sehnen-Muskel-Übergang sowie Dehnung quer zum Muskelfaserverlauf

Bewegungsräume vergrößern - die Mobilisation
Die Mobilisation wird zur Vergrößerung des eingeschränkten Bewegungsraumes eingesetzt. Es handelt sich um wiederholte Bewegungen, die Entlastung schaffen und  Gleitbewegungen mit anfänglich geringer und später zunehmender Geschwindigkeit.

Gelenke behandeln - die Manipulation
Die Manipulation ist eine Gelenkbehandlungstechnik, die mit geringer Kraft Impulse hoher Geschwindigkeit und kleiner Amplitude vermittelt.

Neuromuskuläre Therapien (NMT) und stabilisierende neuromuskuläre Therapie

Wird zur Behebung der Funktionsstörungen der Muskulatur und der Gelenke eingesetzt.

An der Muskulatur 

  • bewusste Entspannung: nach leichter isometrischer (gleichförmiger) Anspannung entspannt der Patient bewusst die zu behandelnden Muskeln (sog. postisometrische Relaxation)
  • Muskeldehnungstechnik: nach minimaler isometrischer Anspannung erfolgt mit geringer Kraft die Dehnung durch den Behandler
  • Dehnungsbehandlung: nach maximaler isometrischer Aktivierung erfolgt die kräftige Dehnung durch den Behandler (sog. Stretching)
  • Entspannung der Muskulatur durch die Aktivierung der gegenwirkenden Muskeln (Antagonisten)


An den Gelenken 

  • Mobilisation unter Ausnutzung der direkten Muskelkraft der gleichwirkende Muskeln (Agonisten)
  • Mobilisation nach postisometrischer Relaxation (Entspannung)
  • Mobilisation unter Ausnutzung der reziproken (wechselseitigen) Hemmung der antagonistischen Muskulatur


Muskel-Energie-Techniken
Verschiedene Behandlungstechniken, die u.a. die postisometrische Muskelentspannung zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit benutzen.

Erwachsene, Kinder, Schwangere


Meine integrative Physiotherapie / Manuelle Therapie besteht im Schwerpunkt darin vom Muskel integrativ zum Gelenk, Nerv, Faszie, Lymphe, Haut, vegetatives Nervensystem und Reflexe zu behandeln, welches sich auf Krankheit und Schmerzsymptome spezialisiert.

                                                                                                                     

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.


Manuelle Therapie bei CMD = Kiefergelenksstörungen 

Diese spezielle Behandlung die Manuelle Therapie wird von uns fachgerecht und nach Verordnung von Zahnarzt/-ärztin oder Kieferorthopäden/-orthopädin durchgeführt. Oder als Heilpraktikerin für Physiotherapie haben sie auch die Möglichkeit direkt  zu mir zur Behandlung zu kommen. Die Verordnung der Manuellen Therapie, evtl. mit Warmpackung oder Heißluft vom Arzt/Ärztin ist möglich. Die Behandlung beinhaltet nicht nur die Therapie des Kiefergelenkes, sondern auch der Halswirbelsäule und korrespondierender Strukturen des Schädels evtl. bis zum Becken.

Klassifikation nach ICD-10 K07.6 Craniomandibuläre Dysfunktion ( CMD ), Krankheiten des Kiefergelenkes Verordnungsschlüssel

In der MT-CMD Behandlung wird im Kiefer, Gesichts- und Zervikalregion behandelt,

mit einer Neuromuskuloskeletaler- Behandlungsstrategie .

Behandlungs- und Untersuchungstechniken sind:

- kraniomandibuläre und kraniofasziale Techniken

- neuromuskuloskeletale Techniken

-orofasziale Techniken

-Trigeminale und extratrigeminale Techniken

-kraniozervikale Techniken für Kopfschmerz

-sensomotorische Techniken

-Untersuchungs- und Behandlungstechniken im Neurokranium

-Techniken im Viszerokranium

-Techniken des kranialen Nervengewebe

-Techniken für Kopfschmerzen bei Kindern - pädiatrische Migräne



Manuelle Therapie bei Kleinkindern und Säuglingen


Aufgrund ihrer schmerzfreien und schonenden Vorgehensweise, ist die Manuelle Therapie für die Behandlung von Kleinkindern und Säuglingen geeignet.

 

Im ersten Schritt erfolgt ein Gespräch mit dem Therapeuten, in dem  der Geburts- und Schwangerschaftsverlauf von Interesse ist, da traumatische Geburtserlebnisse, wie z.B.

 

- ein (Notfall-)Kaiserschnitt

- eine Zangen- oder Saugglockengeburt

- ein Geburtsgewicht über 4 kg

- Steißlage im Mutterleib

- Mehrlingsgeburten etc.

 

zu einer Wirbel-Verschiebung führen können.

 

Aber auch bei einer sehr schnellen Geburt kann der Druck auf den Kopf und den Hals des Babys so groß sein, dass Verspannungen entstehen.

 

„KiSS-Syndrom-Babys“ können eine starke Schiefhaltung des Kopfes (daher die Bezeichnung „Schiefhals“) und des Rumpfes sowie gegebenenfalls eine deutlich asymmetrische Schädelform mit abgeplattetem Hinterkopf aufweisen.

 

Als typische KiSS-Syndrom (Abkürzung für Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung) Symptome bei Säuglingen gelten und können auftreten :

 

•             Meidung der Bauchlage

•             Eine asymmetrische Kopfhaltung und eine Schieflage im Bett

•             Trinkprobleme mit häufigem Speicheln und Schluckschwierigkeiten

•             Schlafstörungen, Unruhe und häufiges Aufwachen

•             Berührungsempfindlichkeit beim Hochheben (Säuglinge reagieren mit Schreien oder Weinen)

•             Kopfhalteschwäche und Kopfdrehschwäche

•             Dreimonatskoliken, häufiges Schreien

•             Einseitige Stillprobleme

•             Schädel-/Kopfasymmetrie, evtl. eine Minderentwicklung einer Gesichtshälfte

 

Typischerweise krabbeln „KiSS-Babys“ ungern.

 

Diese Symptome treten nicht alle gleichzeitig auf und können  auch andere Ursachen haben.

 

Der Therapeut/in ertastet mit seinen/ihren Händen strukturelle Einschränkungen und Störungen im Bereich der knöchernen Strukturen, des Band- und Sehnenapparates, der Muskulatur,  der inneren Organe und des Gewebes. Schon bei der ersten Untersuchung können Blockaden in allen Körperstrukturen (z. B. Schädelnähte, Gelenke, Weichteile) aufgespürt und gelöst werden. 

 

Bei Kleinkindern und Babys genügen oft nur ein bis zwei Behandlungstermine.

 

Die Behandlung ist für die Kinder schmerzfrei und wird sanft durchgeführt. Die Eltern können gerne während der Therapie im Raum bleiben.