Osteopathie für Erwachsene

Lebensphasen

Jede Lebensphase kann die Therapie unterstützen, ob als junger Erwachsener, wo es turbulente Zeiten gibt, von Entwicklung bis hin zur beruflichen Einflüssen. Neue körperliche Belastungen, Anstrengungen, Stress durch Prüfungen etc. die alle der Körper mit seinen Strukturen verarbeiten muss.

Familienplanung gleichzeitig muss in unseren modernen Zeiten die berufliche Existenz erhalten oder auch sich weiter entwickeln, alles das muss unser Körper gut verarbeiten. Hier brauch er manchmal Hilfe, das Hindernisse in Gelenken und Gewebe gelöst werden müssen, damit der Körper eine Einheit bleibt.

Die Lebensmitte ca. mit 45-50 Jahren, hier kommen große Veränderungen, die Belastbarkeit von Strukturen im Gewebe verändern sich, alte Verletzungen, Unfälle, ehemalige Krankheitsphasen, Überbelastungen/ Stress können den Körper stark beeinflussen.

Der ältere Erwachsene auch hier  gehört es noch zur Gesundheitspflege, das alle Systeme im Körper optimiert werden um auch eine hohe gesunde Lebensqualität im Alter zu erhalten.




work    -      life    -     balance

Die ganzheitliche Betrachtungsweise in der Therapie

Die ganzheitliche Betrachtungsweise des menschlichen Körpers erklärt, warum Ursachen an einer Stelle zu Beschwerden in ganz anderen Körperregionen führen können. Störungen in einem Bereich können ganze Ketten an Reaktionen auslösen, die den gesamten Organismus betreffen. Deshalb muss der Organismus insgesamt wieder zu einem harmonischen Zusammenspiel finden. Nur dann kann auch der betroffene Bereich wieder funktionieren. Es werden keine Krankheiten oder Symptome, sondern immer der gesamte Mensch behandelt.

Behandelt man den gesamten Menschen in der Therapie, spielt die embryonale Entwicklung eine große Rolle. Große Veränderungen erfolgen während der Entwicklung der befruchteten Eizelle zum Neugeborenen. Die einzelnen Körperstrukturen, ihre Lage zueinander, ihre Beweglichkeit und die sie vereinigenden Verbindungen entstehen während der embryonalen Phase, besonders in der 4. bis 8. Schwangerschaftswoche. In dieser Phase werden die Organe angelegt und erfolgt die Differenzierung der unterschiedlichen Körpergewebe aus den drei Keimblättern.

Und hier wird es jetzt spannend in der Therapie

Aus dem äußeren Keimblatt gehen sämtliche Organe hervor, die später Kontakt zur Außenwelt haben, wie Haut mit Harranlagen, Milchdrüsen, Schweißdrüsen und Zahnschmelz, aber auch das zentrale und das periphere Nervensystem sowie die Sinnesorgane. Sie enstehen aus einer Einheit und bilden auch beim erwachsenen Menschen ein Kontinuum (lückenlos zusammenhängend).

Aus dem mittleren Keimblatt entwickeln sich einerseits Muskulatur, Knorpel, Knochen und Bindegewebe der segmental gegliederten Körperabschnitte und andererseits die Strukturen, die später die Körperhöhlen auskleiden, wie Rippen-, Lungen- und Bauchfell, sowie das Zwerchfell und die organumhüllenden Faszien. Blut- und Lymphgefäße, Harnsystem und Geschlechtsorgane entwickeln sich ebenfalls aus dem mittleren Keimblatt.

Aus dem inneren Keimblatt ensteht hingegen die innere Haut der Organe, also die Schleimhäute des Verdauungstrakts, des Atemsystems, die Auskleidung des Innenohrs, aber auch die von Blase, Mandeln, Schilddrüse, Leber, Bauchspeicheldrüse und Thymus.

Aus allen drei Keimblättern entstehen jeweils eine Einheit/ Bänder und bilden auch beim erwachsenen Menschen einen lückenlosen Zusammenhang!

Wenn man weiß, wie viel Verbindungen und Umhüllungen aus einem einzigen Band (früher Keimblatt) hervorgerufen werden, lässt sich erahnen, welche Auswirkungen Zug, Hindernisse oder eingeschränkte Beweglichkeit eines einzelnen Organs, Gelenk, Knochen, Nerven von Faszien übertragen, auf alle Strukturen im Körper haben.


" Wenn alle Systeme des Körpers wohl geordnet sind herrscht Gesundheit. "

" Leben ist Bewegung. "

" Ein Osteopath arbeitet mit fühlenden, sehenden, denkenden und wissenden Händen. "

" Der Körper ist eine Einheit. "



Therapeutisch behandeln und vorbeugen.

Find it, fix it, leave it alone.

"finde die Läsion, passe sie individuell an und überlasse sie den Organismus"(Still)



Therapieresistente Verspannungen in der HWS sind meist Spätfolgen eines Schleudertraumas

Was ist ein Schleudertrauma oder HWS-Trauma?


  • Die meisten Menschen assoziieren bei dem Begriff „Schleudertrauma“ nur den Autounfall und die Halskrause.

    Es gibt viele Möglichkeiten ein Schleudertrauma / HWS Trauma zu erleiden

    Hier einige Beispiele:

  • Das Kiss-Syndrom: eine massive HWS-Überdehnung oft mit Verdrehung während der Geburt.
  • Trampolin springen, hier kommt es häufig zu Verletzungen, wenn zwei und mehr Kinder drauf springen, und besonders dann für das leichtere Kind.
  • Turnstangen- und Kletterunfälle auf Kopf oder Schulter.
  • Jeder Sturz der Länge nach vorwärts, rücklings, seitlich auf den Boden, von einer Treppe, vom Pferd,     vom Fahrrad, vom Baum, beim Skaten, beim Skifahren usw. kann ein Schleudertrauma hinterlassen.
  • Aber auch beim Autoscooter, in der Achterbahn bei abrupten Richtungswechseln und anderen    schleuder-intensiven Fahrgeschäften verletzen sich viele Menschen die HWS.
  • Schlägereien, Prügeleien.
  • Beim Spiel einen schweren Ball mit voller Wucht unerwartet gegen den Kopf.
  • Ein unglücklicher  „Bauchklatscher“ im Schwimmbad vom 3-Meter-Brett oder höher kann katastrophale Folgen haben, besonders für die Halswirbelsäule.
  • Bei Operationen unter Vollnarkose kommt es nicht selten vor, dass der Nacken bei der Intubation zu stark überstreckt wird, so dass wir in der Folge ein HWS-Trauma haben.
  • Auch intensive Sportarten wie Fußball, Eishockey, Rugby und viele andere sind prädestiniert für diese Art von Verletzungen.
  • Falsche Körperhaltung auf dem Pferd beim Reiten gibt bei jedem Schritt des Pferdes einen Schlag durch     die Wirbelsäule, nicht nur im Bereich der LWS sondern bis hinauf in die HWS und ins Kopfgelenk.
  • Autounfälle, besonders Unfälle mit Aufprall von vorn, von hinten oder von der Seite hinterlassen fast     immer ein Schleudertrauma.

Fatal ist, dass ein Schleudertrauma sehr häufig nicht erkannt wird und wie ein Bagatellschaden behandelt wird, da viele Beschwerden später und nicht akut auftreten!

Was genau passiert bei einem Schleudertrauma auf struktureller Ebene?

Bei einem Schleudertrauma leichten, mittleren und schweren Grades werden immer alle der im Folgenden aufgelisteten Strukturen mehr oder weniger stark verletzt, gezerrt, gestaucht, gequetscht, angerissen, überdehnt oder in schwerwiegenden Fällen auch gerissen:

  • Ligamente im Kopfgelenk
  • Bandscheiben-Faserringe
  • Gelenkkapseln
  • Facettengelenke
  • Nervenbahnen
  • Sehnen
  • Muskeln
  • Faszien, Bindegewebe
  • Dura, Arachnoid, Rückenmark, Medulla und die Meningen

Meist passiert zusammen mit einem Schleudertrauma auch noch ein Schädel-Hirn-Trauma, ebenfalls ein folgenschweres Ereignis. Folgenschwer deswegen, weil die tatsächlich problematischen Symptome eines leichteren bis mittelschweren Schädel-Hirntraumas erst nach einigen Wochen oder Monaten schleichend kommen und deswegen mit diesem Ereignis nicht mehr in Zusammenhang gebracht werden.

Symptome bei einem Schleudertrauma

Die ersten Symptome nach einem Schleudertrauma sind häufig nur diffus, Kopfschmerz, Schwindel, Benommenheit, Verspannungen im Nacken bis in den Schulter- und BWS-Bereich. Meist vergehen diese Symptome zunächst wieder und solange wir den Kopf nicht unter dem Arm tragen, stecken wir das in der Regel weg und wir ignorieren die Beschwerden.

Charakteristisch für ein Schleudertrauma ist, dass die Folgesymptome erst Wochen oder Monate nach der Gewalteinwirkung auf die Halswirbelsäule beginnen und deswegen nicht mehr mit dem Vorfall in Verbindung gebracht werden.

In sehr vielen Fällen wird nicht mal ein Röntgenbild gemacht. Wenn sich Symptome zeigen, die einen Verdacht auf Nackeninstabilität durch Ligamentverletzungen erhärten, wird leider, wenn überhaupt, auch nur ein normales Röntgenbild angefertigt, welches aber in diesem Falle für eine präzise Diagnostik leider unbrauchbar ist. Es müsste in diesen Fällen ein sogenanntes „Upright-MRT“ gemacht werden, oder wenn Röntgen, dann Aufnahmen welche die HWS in unterschiedlichen Stellungen zeigen: links und rechts seitwärts geneigt, vorn runter und nach hinten gebeugt. Nur aus diesen Bildern lassen sich eindeutig bewegungsabhängige Hypermobilitäten und bewegungsabhängig problematische oder gar gefährliche Wirbelverschiebungen erkennen.

Einen „tanzenden Dens“ können wir im normalen Röntgenbild i.d.R. nicht erkennen und somit auch nicht ausschließen.

Was macht unser Körper in der Folge eines Schleudertraumas lokal im Bereich Nacken und Schulter?

Egal ob wir durch das HWS-Trauma eine temporäre oder bleibende Schädigung der Ligamente erlitten haben, unser Kleinhirn setzt über den gesamten Bereich sofort einen sehr hohen Muskeltonus in die tiefliegenden kleinen Muskeln, aber genauso auch über die größeren Muskeln wie Scaleni, SCM und Trapezius. Die Folge ist zunächst ein verspannter Nacken. Die Verletzungen in den Geweben rufen Entzündung und allergische Reaktionen hervor. In dieser Phase werden die Gewebe im betroffenen Gebiet durch Calcium-Ionen-Einschuss und durch Vernarbung verhärtet, so dass sie sich am Ende wie „versteinerte“ Muskelstränge anfühlen.

Mit der Zeit fixiert der Körper dann diese Bewegungseinschränkung durch zwei Maßnahmen, die für geübte Hände schnell und eindeutig ertastbar sind: Zum einen verfestigt sich das gesamte Bindegewebe um den Nacken bis hinunter zu den Schultern und meist auch bis hinunter in den BWS Bereich zwischen den Schulterblättern. Dieses verfestigte verfilzte Bindegewebe verklebt sich dann mit den Faszienhüllen aller darunter liegenden Strukturen.

Zum anderen verkleben sich die überdehnten, gezerrten oder angerissenen Strukturen wie Sehnen, Muskeln, Nerven, Faszien, Gelenkkapseln, Blutgefäße zu einem einzigen dicken sehr harten knubbeligem ganzen Strang, der jeder Massage, jeder Akupunktur, jeder sonstigen Therapie und jeder Kraft - oder Dehnübung trotzt.

Natürlich liegt der biologische Sinn dieser Reaktion unseres Körpers hier klar auf der Hand: Er will diese verletzte Region durch Überkompensation soweit stabilisieren, dass hier keine Zerrung und keine zu starke Dehnbewegung mehr möglich ist. Der Körper schützt sich selbst.

Anhand der unterschiedlichen Konsistenzen wie genau sich ein Muskel anfühlt, wie sehr die Strukturen ineinander verklebt sind, lässt sich schnell und eindeutig feststellen, ob ein Schleudertrauma in der Historie des Patienten stattgefunden hat oder nicht.

Normale Verspannungen durch falsches Sitzen beispielsweise fühlen sich vollkommen anders an.

Welche Symptome oder Phänomene deuten auf so eine Problematik hin?

Ein deutlicher Hinweis auf eine solche Problematik ist folgender: Sie gehen wegen Ihrer dauerhaften Nackenverspannungen unzählige Male zur Massage. Nach der Massage sind die Symptome kurzweilig gelindert, aber ein paar Stunden - oder zeitverzögert auch ein bis zwei Tage später – sind Ihre Verspannungen und die damit verbundenen Schmerzen stärker als sie vor der Massage waren und nach weiteren ein bis zwei Tagen pendeln sich die Verspannungen und die Schmerzen wieder auf ihrem bisherigen Niveau ein. Kennen Sie das? Dieses Phänomen ist ein eindeutiges Indiz für die kleinhirngesteuerte Dauerkontraktion der Nackenmuskulatur infolge eines Schleudertraumas.

Meist haben diese Patienten schon unzählige Therapien ausprobiert und nichts hat geholfen, es besteht eine Art Therapie-Resistenz.

In diesen Fällen kann ich häufig sehr gut die Behandlung erfolgreich abschließen! 


Schmerz = C A V E = Vorsicht

hat immer eine Bedeutung und sollte behandelt werden!

Für Kinder ===> Entwicklungsverzögerung

Für Erwachsene ===> Vorzeitiger Verschleiß und Zellveränderung

Gewebetrauma


 Schock/Trauma/Verletzungen/Entzündungen/Blockaden in Gewebe und Strukturen,

haben eine große Wechselwirkung im gesamten Körper. Unterschiedliche Verdichtungen im Gewebe entstehen je

nach Ursache, ob die Verletzung mechanisch, emotional oder aus der Epigenetik/Gen/DNS- Struktur ursächlich

kommen. Zur Epigenetik: Gewebeveränderung kann auch durch den epigenetischen Code verändert werden. Sie

beschäftigt sich mit Aktivierung bzw. Deaktivierung von Gensequenzen durch Schaltermoleküle,

Umwelteinflüsse und zufällige Ereignisse und Lebenserfahrungen.

"Ein guter Lebenswandel fördert nicht nur die Gesundheit, sondern zahlt sich noch Generationen später aus"


Störungen der Hyophysenfunktion nach Schädelhirnverletzungen/Schleudertrauma

In Deutschland erleiden ca. 27.000- 40.000 Menschen pro Jahr bei Unfällen eine schwere Schädelhirnverletzung. Zahlreiche Folgekrankheiten sind die Folge dieser Hirnschädigung bekannt. Erst in den letzten Jahren rückt eine Schädigung der Hirnanhangsdrüse als Folge des Schädelhirnstraumas in den Focus wissentschaftlicher Untersuchungen.

Die Hypophyse liegt im Bereich der Schädelbasis und ist durch einen dünnen, 14 mm langen Stiel mit dem Zwischenhirn (Hypothalamus) verbunden. Bei Schädelverletzungen mit Hirnschwellung (Hirnödem), starken Hirndruckschwankungen, verminderter Sauerstoffzufuhr oder einem Schädelbasisbruch kann es zu Einblutungen in die Hypophyse kommen und/oder Hypothalamus kommen. Das Gewebe kann absterben (Nekrose) oder sich in Bindegewebe umwandeln (Fibrose). Die Folge ist eine verminderte oder ausfallende Produktion von lebenswichtigen Hormonen. Oder auch Störung als Hormonüberschuss können Folgen sein.

Es besteht die Einschätzung, dass bei ca. 30-40% der Patienten mit Schädelhirntrauma eine Schädigung der Hormonproduktion der Hirnanhangsdrüse vorliegt

.<Osteopathie für Stoffwechselregulation und Homöostase>

 

Osteoporose ==> Spätfolgen von Schleudertrauma/Schädeltrauma???

  • Was ist Osteoporose? Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der immer mehr Knochengewebe abgebaut wird (Knochenschwund). Die Knochen können dadurch leichter brechen, häufig chronische Schmerzen.

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine der wichtigsten Volkskrankheiten. In Deutschland leiden Millionen Menschen daran, besonders ältere Frauen aber auch immer mehr Männer. Bei den Betroffenen baut sich die Knochensubstanz verstärkt ab. Dadurch werden die Knochen immer instabiler und brüchiger. Dieser normale Knochenstoffwechsel kann durch verschiedenste Einflüsse gestört werden. So können unter anderem Kalziummangel und Vitamin D Mangel, Bewegungsmangel und hormonbedingte Erkrankungen bewirken, dass der Knochenaufbau gehemmt und/oder der Knochenabbau gefördert wird. In der Folge schwindet die Knochenmasse - es entsteht Osteoporose. Vorwiegend betroffen sind ältere Menschen aber auch jüngere Menschen (ca. 40 Jahre). Die Patienten können im Extremfall pro Jahr bis zu sechs Prozent ihrer Knochenmasse verlieren! Es gibt Primäre oder Sekundäre Osteoporose hier muss nach der Ursache gesucht werden?

<Osteopathie für Stoffwechselregulation und Homöostase>



       Stresshormon im Knochen/Kochenhaut entdeckt 

University of New York 2019 Gèrard Karsenty –Der Knochen ist mehr als nur ein passives Stützgewebe für den Körper, dessen Zellen die Mineralisierung kontrollieren und eher träge auf Veränderungen reagieren. Jetzt  veröffentlichte Studien­ergebnisse zeigen, dass der Knochen über die Freisetzung des Hormons Osteocalcin an der Stressreaktion beteiligt ist und dabei innerhalb weniger Minuten den Körper auf einen Kampf- oder Fluchtreflex vorbereiten kann.

Die Stressreaktion wird derzeit auf die Freisetzung von Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin aus den Nebennieren zurückgeführt, die das sympathische Nervensystem aktivieren. Doch auch Tiere, denen die Nebennieren entfernt wurden, bleiben in der Lage, auf Gefahren zu reagieren. Sie fanden auch heraus, dass bei trächtigen Mäusen Osteocalcin aus den Knochen der Mutter die Plazenta passiert und das Gehirn des Fötus mitgestaltet: dh. Knochen sprechen schon vor der Geburt mit Neuronen.

Nach den jetzt von einem Team um Gérard Karsenty von der Columbia University in New York vorgestellten Studienergebnissen ist dabei das Hormon Osteocalcin von zentraler Bedeutung. Das Peptidhormon aus 49 Aminosäuren wurde erst 1978 entdeckt. Es wird von Osteoblasten produziert, und seine Funktion schien anfangs nur auf den Knochen beschränkt zu sein. Es sorgt dort für eine ausreichende Mineralisierung.

Nach und nach stellte sich heraus, dass Osteocalcin auch außerhalb des Knochens wirkt. In der Bauchspeicheldrüse fördert es die Freisetzung von Insulin aus den Beta-Zellen. In den Fettzellen wird die Produktion von Adiponectin gesteigert, was die Wirkung von Insulin verstärkt. Und in den Hoden steigt die Produktion von Testosteron.

Osteocalcin-Spiegel steigt bei Stress

Für Karsenty haben diese Veränderungen vor allem ein Ziel. Nämlich den Körper in Gefahrensituationen auf einen Kampf (oder die Flucht) vorzubereiten. Die jetzt vorgestellten Studienergebnisse bestätigen diese Annahme. Mäuse reagierten auf Stressoren wie Bewegungseinschränkung, elektrische Reize oder dem Geruch von Fuchsurin mit einem Anstieg der Osteocalcin-Konzentration. Bei Menschen hatte die Aufgabe, eine Rede zu halten oder sich einem Kreuzverhör zu stellen, die gleiche Wirkung. Innerhalb weniger Minuten stieg der Osteocalcin-Spiegel im Blut an.

Begleitend kam es zu den typischen Zeichen einer Stressreaktion mit einem Anstieg von Puls, Atemfrequenz, Blutdruck, Temperatur und Blutzucker. Bei Mäusen, aus deren Erbgut das Gen für Osteocalcin oder seinem Rezeptor entfernt wurde, waren diese Stressreaktionen deutlich abgeschwächt. Puls, Atemfrequenz, Blutdruck, Temperatur und Blutzucker verän­derten sich kaum. Dies änderte sich, wenn den Tieren das Hormon Osteocalcin injiziert wurde. Dann kam es auch ohne Stressor zu einer starken Stressreaktion.

Neurotransmitter zur Stimulierung könnte Glutamat sein

Doch wie gelangen die Signale einer drohenden Gefahr vom Gehirn in den Knochen? Karsenty vermutet, dass die Information von den Amygdala, den Alarmzentren des Gehirns, über Nervenfasern in die Knochen übermittelt werden. Feine Nervenäste sind im Knochen nachweisbar. Der Neurotransmitter zur Stimulierung der Osteocalcin-Produktion könnte Glutamat sein. Die Osteoblasten, die Osteocalcin produzieren, verfügen über Membran­pumpen, über die Glutamat von den Zellen aufgenommen wird. In Zellkulturen begannen die Osteoblasten dann, Osteocalcin freizusetzen.

Nicht nur Anatomielehrbücher müssen möglicherweise umgeschrieben werden. Auch Behandlungen/ Therapien müssen neu überdacht werden.

Chronischer Stress

Stress an sich ist ein normaler, physiologischer Vorgang. Wenn der Organismus es jedoch nicht mehr schafft, sich den dauerhaften Anforderungen und Belastungen durch positive Stress-Reaktionen zu stellen, kann Stress chronisch werden.

Wir haben  5  Hormon - Stress - Achsen ===> Hypothalamus - Hypophysen - Achsen

Gehirn - Darm - Achse

Hypothalamus - Hypophysen - Nebennierenrinden - Achse

Hypothalamus - Hypophysen - Schilddrüsen - Achse

Hypothalamus - Hypophysen - Wachstumshormon - Achse

Hypothalamus - Hypophysen - Geschlechtshormon - Achse

Bei verschiedenen körperlichen Erkrankungen gibt es auch psychische Probleme, dies ist keine Seltenheit. In einigen Fällen kann die Therapie der hormonellen Grunderkrankung selbst, wodurch Schäden auf körperlicher Ebene und psychischer Ebene entstehen oder verschlechtert werden therapiert werden beim Endokrinologen. Auch eine ganzheitliche osteopathische Behandlung kann eine Linderung oder auch Rückgang vorhandener Symptome bringen. Hier wird der Patient ganzheitlich osteopathisch behandelt mit den Schwerpunkten in den Hormonachsen, Stressachsen und kombinierte Achsen zu behandeln.

Mehr Informationen gibt es hier drüber beim:

Netzwerk Hypophysen - und Nebennierenerkrankungen e V.

Waldstr.53, 90763 Fürth

Tel. 0911-97 92 009-0

E-mail: netzwerk@glandula-online.de

Internet: www.glandula-online.de

Das Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e. V. wurde als gemeinnütziger Verein von Betroffenen, Angehörigen und Ärzten gegründet. Gemeinsam fördern sie den Erfahrungsaustausch, unterstützen die Forschung und treiben die Weiterbildung voran.