Osteopathie für CMD, Kiefer, Kopf, Auge und mehr...

Ganzheitlich behandelt


Craniomandibuläre Dsyfunktion (CMD), Ursache einer craniomandibulären Dysfunktion oder kurz CMD ist eine Kiefergelenksfehlstellung. Häufig sind jedoch Kopfschmerzen die ersten Symptome welche Aufmerksamkeit bekommen. Durch viele verschiedene Symptome ist es häufig ein langer Weg zur Diagnose. Obwohl direkte Zusammenhänge zu Rückenprobleme wissentschaftlich bewiesen sind, wird es noch wenig Beachtung geschenkt. Das Kiefergelenk nimmt eine komplexe zentrale Position in unserem Körper ein und beeinflusst direkt viele Körperregionen des Körpers. Häufig sind morgentliche einseitige Kopfschmerzen eines der ersten Anzeichen, manchmal kommen nicht zielgerichtete Schmerzen der Wirbelsäule in Ruhe wie in Bewegung hinzu. Bei Mundbewegungen können diverse Geräusche vom Patienten im Kiefergelenk wahrgenommen werden, welche ab und an auch von Dritten gehört werden können.

 





Der Partner des Patienten ist häufig der Erste, welcher die nächtlichen Knirschaktivität wahrnimmt. Schmerzausstrahlungen können in Mund und Gesichtsbereich über die Halswirbelsäule bis hin zum Becken und Fuß reichen. Die Patienten klagen des weiteren häufig über Druckausgleichprobleme sowie Ohrenschmerzen und Tinnitus. Ein sogenanntes Globusgefühl im Zungen oder Rachenbereich kann durch Reizung der versorgenen Nerven ebenfalls hinzukommen. Ursachen können Bruxismus- Knirschen der Zähne sein, hier kann es dann auch beim Öffnen  oder Zusammenbeißen des Gebisses zu einem muskulär geführten Gelenkfehlstellung kommen, einer Myoarthropathie. Auch durch fehlgeleitete Muskelkontraktion kann eine Diskusverlagerung im Kiefergelenk provoziert werden, welches ein Knacken zur Folge hat. Besteht dies längere Zeit, kann es neben dem Knackgeräusch auch zu Blockaden bei der Mundöffnung und Schmerzen kommen. Hier können viele Faktoren die eigentliche Ursache sein. Diese reichen von Entwicklungsstörungen im Wachstum über physische Traumen bis hin zum psychosomatischen Stressreaktionen, aber auch häufig sind lange Zahnbehandlungen auch eine Ursache.                                         


 Die ganzheitliche Behandlung denkt in größeren Umfang und in vielen Bereichen:                                                          

- in der Orthopädie (HWS-Region, BWS-LWS-Region, Becken, Untere Extremität(Beine), Obere Extremität(Arme), Systemische Erkrankungen)

-in der Zahnmedizin ( Ohr und Kiefergelenk, Trigeminussystem aus zahnärztlicher Sicht, Zahnhalteapparat, Craniosacrale Strukturen und Suturenpathologie)

-in der Neurologie (Komplexität des sensomotorischen Systems, Stressphänomene, Kopfschmerz und Migräne, Trigeminusneuralgie, andere Gesichtsneuralgien, Pathologie des Os temporale)

-in der Augenheilkunde ( Augenfehlstellungen, Probleme mit der Gleitbrille, unklare Augenprobleme)

-in der Hals-Nasen-Ohren- Heilkunde (Neuroanatomische Vernetzung des craniomandibulären Systems (HWS und HNO-Bereich), Dysphagie und Dysphonie, Tinnitus, Zervikalschwindel)

-in der Kardiologie (Myofasziale bzw. muskuloskelettale Dysfunktionsketten, Viszerosomatische Reflexe, Neuro- und Hämodynamik, Diaphragma, N.vagus, Fascia cervicalis profunda)

-in der Gynäkologie (Hormonelle Schwankungen der Frau haben Einflüsse auf den Zahnhalteapparat)

-in der inneren Medizin (Hormonelles System, Ober-und Unterbauch, Nieren- und Blasenregion, Thoraxregion, Thoracic-Inlet-Syndrom, Leber- und Gallenregion, Intestinum)

-in der Psychosomatik (Stress, Autismus, Konzentrationsstörung)

-in der Urologie ( Nieren und Blase)

Kiefergelenk – Die direkte Zusammenarbeit von Zahnarzt und Therapeut  ist die mögliche Lösung zur effektiven Behandlung von beispielsweise Kaumuskel- und Kiefergelenkschmerzen, Kopf-und Nackenschmerzen usw.  zu beseitigen. Nur wenn beide Hand in Hand arbeiten und die Therapie und Zahnheilkunde vernetzt werden, könnte der gewünschte Heilungserfolg erreicht werden. In der Praxis bedeutet das, dass der Zahnarzt und die Therapeut gemeinsam nach den Ursachen der Dysfunktion im Kiefer- System suchen. Der Zahnarzt sucht im Mund nach Entzündungen, Fehlkontakten der Zähne, insuffizientem Zahnersatz, pathologischen Prozessen in den Kiefergelenken usw. In der Therapie wird der gesamte Körperuntersucht inklusive wird das Kiefergelenk, auf Fehlhaltungen und Dysfunktionen die mit den Schmerzen im Kieferbereich in Zusammenhang stehen können untersucht. Die Kombination beider Behandlungsformen könnte eine effizientere, schnellere und länger anhaltende Heilung ermöglichen. Bei der Schienentherapie könnte beispielsweise eine vorhergehende osteopathische Behandlung zur Entspannung der Muskulatur und Regulierung der umgebenden Strukturen, zu besseren Ergebnissen der „Bissnahme“ (perfekte Position der Kiefer zueinander) in der Behandlung führen. Während der kieferorthopädischen Behandlung mit Zahnspangen könnte die begleitende  Behandlung, Spannungen im Kopf-Kiefersystem vermindern und die Behandlung beschleunigen. Ziel ist das eine normale/optimale Mundraumentwicklung in alle Richtungen  sich entwickeln kann. Es ist auch sinnvoll eine Prä-Kiefer-Therapie vor der Kieferorthopädischen - Behandlung zumachen, damit weniger  große Eingriffe notwendig sein könnten.


Der Gründer der Osteopathie Andrew Taylor Still zitierte schon:" Unser Körper ist eine Einheit." Nur als Einheit kann er funktionieren: Es werden keine Krankheiten und Symtome behandelt, sondern immer der gesamte Mensch behandelt. Und wenn man weiß, wieviel Verbindungen und Umhüllungen aus einem Band (früher Keimblatt in der Embryologie) hervorgerufen werden, lässt sich erahnen, welche Auswirkungen:  Zug, Hindernisse oder eingeschränkte Beweglichkeit eines einzelnen Organs, Gelenk, Knochen, Nerven von Faszien übertragen, auf alle Strukturen haben. Und mit diesem Gedanken wird mein Patient behandelt.  Für den Patienten und Arzt könnte es eine Win-Win-Situation sein, bei guter Zusammenarbeit.


                                


       Therapeutisch behandeln und vorbeugen                   

Find it, fix it, leave it alone.

"finde die Läsion, passe sie individuell an und überlasse sie den Organismus"(Still)





 



Das Auge in der Therapie

Gut zu sehen — ob mit oder ohne Sehhilfe — ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Doch leider drohen mit dem Altwerden, Augenerkrankungen wie Grauer Star und Makuladegeneration usw.

 Was kann man tun, damit die Augen möglichst lange gesund bleiben?

Früh anfangen mit der Augenpflege

Der Zahn der Zeit nagt nicht nur an Knochen und Gelenken, auch die Augen verändern sich mit dem Älterwerden. Typische Alterserkrankungen des Auges sind beispielsweise die Linsentrübung (Grauer Star) oder die gefürchtete Makuladegeneration, bei der es durch Netzhautveränderungen zu einem fortschreitenden Sehverlust kommt. Das Risiko für altersbedingte Augenerkrankungen lässt sich jedoch mit ein paar einfachen Tipps verringern. Und es lohnt sich, schon bei den Kleinsten damit anzufangen.

 








 






  • Regelmäßig bewegen. Bei Mäusen konnten Forscher nachweisen, dass regelmäßiges Training die Netzhaut vor Schäden schützt. Augenärzte gehen davon aus, dass dies auch für Menschen gilt. Sie raten zu Ausdauersport wie Schwimmen, Joggen, Radfahren und Spazierengehen, um Netzhautveränderungen entgegenzuwirken.
  • Gesund ernähren. Vitamine und der Farbstoff Lutein reichern sich in der Netzhaut an und schützen diese wie eine innere Sonnenbrille vor UV-Schäden. Die Wirkstoffe sind vor allem in grünem Gemüse, Obst und Eidotter vorhanden.
  • Nicht rauchen. Eine der effektivsten Schutzmaßnahme für die Augen ist, nicht zu rauchen. Denn Raucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an der Altersbedingten Makuladegeneration oder einem Grauen Star zu erkranken.
  • Frische Luft und schweifender Blick. Wer viel am Schreibtisch und PC sitzt, dem droht das Office Eye Syndrom. Durch konzentriertes Starren auf den Bildschirm blinzelt man weniger, und die Augenoberfläche wird weniger mit Tränenflüssigkeit benetzt. Die Folge sind trockene, gereizte Augen. Dagegen helfen Pausen an der frischen Luft und den Blick immer wieder in die Ferne schweifen zu lassen.
  • Regelmäßig zum Augenarzt. Augenschäden lassen sich meist nicht mehr rückgängig machen. Deshalb ist es wichtig, Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen, um das größtmögliche Sehvermögen zu erhalten. Augenärzte raten deshalb zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen und Kontrollen beim Augenarzt. Das gilt im Besonderen auch für Kinder: Bis zum 3. Geburtstag ist jedes Kind wenigstens einmal dem Augenarzt vorzustellen. Nur so lässt sich herausfinden, ob das Kind unauffällig schielt oder eine unbemerkte, einseitige Sehschwäche hat. Je früher ein solcher Sehfehler behandelt wird, desto besser lässt er sich korrigieren.
  • Kinder ins Freie schicken! Ausreichend Tageslicht reduziert bei Kindern das Risiko, kurzsichtig zu werden. Ein Aufenthalt von 2  Stunden täglich im Freien reicht dafür schon aus.
  • Smartphone-Nutzung  einschränken. Ständiges Konzentrieren auf die Nähe fördert dagegen die Entwicklung der Kurzsichtigkeit. Bis zu 3 Jahre sollten die Kleinen gar kein Smartphone nutzen, im Alter von 4 bis 6 nicht länger als 30 Minuten täglich.
  • Sonnenbrille auch für die  Kleinen. Vor allem bei hoher UV-Bestrahlung am Meer oder im Gebirge sollten auch Kleinkinder zum Schutz ihrer Netzhaut eine Sonnenbrille tragen. 
  • Das Auge wird in der Therapie ganzheitlich behandelt, wir behandeln die Nachbarstrukturen und mehr. In der Regel muss das Zwerchfell, Schultergürtel, Halswirbelsäule, besonders Kopfgelenke, Schädel, Kiefer, Gesicht, Ohr und der knöcherne Rand des Auges untersucht werden und dann nach Bedarf behandelt werden. Über kraniale Techniken, Lymphtechniken und Atemtechniken wird das Augensystem dann zusätzlich besser durchblutet. Weitere Studien weisen in der Osteopathie daraufhin, dass die Osteopathie hilfreich sein kann. z.B. bei Schielen (konvergenter bzw. divergenter Strabismus); Astigmatismus (Hornhautverkrümmung); Nystagmus (Augenzittern); Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), Entzündungen im und am Auge, Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Presbyopie).





Das Ohr in der Therapie
 

 Der Hörsturz

Hörsturz ist eine plötzliche, meist einseitige Schwerhörigkeit oder sogar Ertaubung, die sämtliche Frequenzen oder nur bestimmte Frequenzbereiche erfasst. Typisch sind auch Ohrgeräuschen (Tinnitus), Schwindel und ein Druck- oder ein „Wattegefühl“ im betroffenen Ohr.

Anders als bei offenkundigen Gehörtraumata, ist beim Hörsturz keine eindeutige Ursache erkennbar. Vieles deutet allgemein auf eine Durchblutungsstörung des Innenohrs hin, die zur schädigenden Unterversorgung der Haarzellen (der akustischen Sinneszellen) führen.

Als auslösende oder begünstigende Faktore gelten daher Beschwerden, die eine verminderte oder schwankende Blutversorgung verursachen wie Kreislaufstörungen, Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz oder Angina pectoris), Arteriosklerose, Bluthochdruck; erhöhtes Cholesterin, Übergewicht, Diabetes, Nikotingenuss (da gefäßverengend) oder eine Fehlstellung der Halswirbelsäule, die für Minderdurchblutung sorgt.

Vermutet werden zudem: bestimmte Virusinfektionen (wie Mumps, Masern, Herpes), Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Ohrverletzungen, Akustikneurinom (gutartiger Tumoren, der auf den Hörnerv drückt). Auch das psychosomatische Erklärungsmodell mit Stressbelastung als Auslöser erscheint naheliegend.

 





Meist tritt binnen kurzer Zeit (von weniger Stunden bis zu zwei Wochen) eine spontane Verbesserung ein, doch oft nicht vollständig, und ohne frühzeitige medikamentöse Therapie (innerhalb der ersten Stunden, spätestens nach einer Woche) besteht erhöhtes Risiko für Tinnitus, dauerhafte Hörminderung oder sogar Taubheit. Verabreicht werden durchblutungsfördernde Infusionen, sowie blutverdünnende bzw. gefäßerweiternde Medikamente.



 

Therapie bei Hörsturz und Tinnitus

Wie für die Schulmedizin gilt auch für die Therapie bei Hörsturz wie Tinnitus, der Zeitfaktor als ausschlaggebend. Als unterstützende Therapie zu den herkömmlichen Behandlungen könnte es große Wirkung entfalten, allerdings ist die Heilungsaussicht auf ein Zeitfenster von einem halben Jahr begrenzt. Danach wird sie zunehmend unwahrscheinlicher.

Aus therapeutischer Sicht gilt eine mangelhafte Durchblutung des Innenohrs als Hauptursache. Die Aufmerksamkeit richtet sich daher auf die arterielle wie venöse Versorgung im Schädelbasisbereich, wobei speziell craniosacrale Techniken und kraniale Techniken bei Diagnose und Behandlung eingesetzt werden. Das Ziel ist eine gesteigerte Blutzufuhr innerhalb der Kopfregion, insbesondere durch eine gesteigerte Beweglichkeit. Folglich werden in die Therapie auch Schädelnähte und die Hirnhaut einbezogen.

Zudem wirkt der Therapeut/in auf weitere Ursachen ein, wie Verspannungen der Nackenmuskulatur oder des Schläfenbeins und auf blockierte Halswir­bel. Auch möglichen Reizungen des Beinnervs und speziell des Eingeweidenervs werden in Betracht gezogen, denn über diese Bahnen übertragen sich Störungen im Bein- bzw. Bauchbereich bis zum Innenohr.

Da auch Stresszustände die Geräuschstörungen auslösen oder verstärken können, wird auch das vegetative Nervensystem und die Kaumuskulatur der osteopathischen Behandlung unterzogen.

Weitere Berichte weisen daraufhin das Therapie auch bei Knalltrauma, Klopfen im Ohr, Paukenerguss, Verletzungen des Trommelfells, Morbus Meniere, Otosklerose (Knochenverhärtung), Usher-Syndrom ( Sehkraft und Gehör gehen langsam), Schwerhörigkeit, Lagerungsschwindel usw. hilfreich sein kann.



Therapeutisch behandeln und vorbeugen    

Find it, fix it, leave it alone.

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Was ist eine Ursache-Folge-Kette (UFK)?

 Ursache-Folge-Kette sind im osteopathischen Alltag ständig präsent. Aufgrund der Suche nach der Ursache von Beschwerden, findet eine nachhaltige Behandlung meistens anhand von, vorliegenden Ursache-Folge-Ketten statt. Aber was sind die sog. UFKs eigentlich?

Eine Ursache-Folge-Kette ist ein pathologischer Reizzustand im Körper, ausgelöst durch ein bestimmtes Ereignis, mit einer Fernwirkung.

  Das heißt, durch ein Ereignis wie z.B. ein Trauma ( OP, Sturz, Schock, Krankheit, Unfall etc.) kommt es lokal am Körper zu einer Veränderung. Durch die Anpassung des Körpers auf das Trauma reagieren andere Teile des Körpers zwangsläufig mit, weil sie direkt oder indirekt mit dem geschädigten Bereich in Verbindung stehen. Dies kann direkt benachbarte Strukturen betreffen oder weiter wegliegende Gewebe. Der Verbindungsweg zwischen dem geschädigten Bereich (Ursache) und dem dadurch zweitrangig irritierten Bereich (Folge) wird Kette genannt. Ein genauer Verlauf einer solchen Ursache-Folge-Kette ist nicht vorherbestimmbar. Es existieren unendlich viele Verlaufsmöglichkeiten innerhalb des Körpers. Weder der Verlauf, noch das Ziel können aufgrund einer bestimmten Störung vorausgesagt werden. Diese Tatsache macht die Behandlung von UFK zu einer Herausforderung sie ist absolut individuell, da sie als solche erkannt und aufgespürt werden müssen. Eine reine Symptombehandlung ist hier nicht ausreichend. 




Wie verläuft eine Ursachen-Folge-Kette (UFK)?


  

    Ein klassisches Beispiel für eine Ursache Folgekette kann ein Sprunggelenkstrauma sein, wie es beim Umknicken mit dem Fuß auf unebenem Gelände denkbar ist.

    Durch eine Knöchelverstauchung am Fuß kann sich daraufhin Monate später ein  Spannungskopfschmerz entwickeln, der sich durch lokale Behandlung der Kopf- und Nackenmuskulatur nicht  nachhaltig verbessert.

    Der Grund für die Anhaltenden Kopfschmerz ist in dem Fall nicht die verspannte Nackenmuskulatur, sonder die Ursache-Folge-Kette aus dem Fuß, die erst zu der Verspannung am Kopf führt. Das  bedeutet, die verspannte Kopfmuskulatur ist nur die Wirkung und die Störung am Sprunggelenk ist die Ursache. Man kann sich solch eine UFK wie eine Schnur vorstellen, die durch das Trauma des Umknickens einseitig auf Zug reagiert und sich nicht mehr selbständig löst. Sie verbindet Ursache und Wirkung miteinander. Dies führt zu einem Ungleichgewicht im Körper und kann weit entfernt vom Ursprungsort Unausgewogenheit erzeugen. Begleitet wird dies wiederum mit Verspannungen und Schmerzsyndromen. Der Verlauf einer UFK ist in vielen Fällen grenzüberschreitend. Das bedeutet über eine Struktur wie Beispielsweise ein Gelenk, ein Muskel, ein Nerv, ein Organ etc. hinweg. Jeder Körperbereich kann von einer UFK betroffen sein.



    Typische Ursachen/Auslöser für eine Ursache-Folge-Kette können sein:


  Traumata bzw. Verletzungen, Unfälle, Verklebungen wie sie beispielsweise durch Operationen oder chronische Entzündungsreaktionen im Körper entstehen, oder alte Verletzungen die den Körper in eine Zwangsstellung „festhalten“. Sie alle führen mehr oder weniger zu einseitigem Mobilitätsverlust in allen vorstellbaren Geweben (Gelenke, Weichteile, Faszien, Organbeweglichkeit etc.).




Wirkung einer Ursache-Folge-Kette (UFK) auf den Körper:

   

    Mit einer Ursache-Folge-Kette kann man grundsätzlich alt werden. Das Problem ist jedoch die Schwächung der Vitalität, da Energie für die Kompensation (Funktionserhalt) verschwendet wird. Je weniger Energie für Kompensationen aufgebracht werden muss, umso mehr Energie steht dem Menschen zur Verfügung. Dauerhaft bestehende Ursache-Folge-Ketten stören das Körpergleichgewicht und rauben dem Körper Energie. Dies kann von einfachen Symptomen wie Schmerzen (Ungleichgewicht der Homöostase, Entzündungsförderung, Immunschwächung, Dysbalance der Hormon- und Stressachsen) bis hin zu Erschöpfungszuständen leiten.




Unterschiedliche Typen von  Ursache-Folge Ketten (UFKs)


Aufsteigend

    Wie im Beispiel der Knöchelverstauchung beschrieben findet das Ursprungstrauma unten am Fuß statt. Es kann für eine aufsteigende UFK nach oben verantwortlich sein, bei der es beispielsweise zu Kopfschmerzen kommt.


Absteigend

    Hierbei handelt es sich um eine Ursache, die oben „sitzt“ und zu Problemen weiter unten im Körperverlauf führt. Ein Beispiel zur Erklärung: Durch ein blockiertes Kopfgelenk kann der Vagusnerv eingeklemmt werden. Dieser ist zuständig für komplexe Aufgaben im Bereich der Verdauung  bzw. des Darms. Eine Irritation kann zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Verstopfung führen und ist damit ein Beispiel für eine absteigende UFK.


Horizontal

    Hierbei handelt es sich eher um ein lokales Problem, das eine direkt benachbarte Struktur betrifft. Ein Beispiel dazu: Durch ein einseitig verspanntes Zwerchfell kommt es zu Schmerzen in der  Brust- und Lendenwirbelsäule. Das Zwerchfell liegt auf der gleichen Höhe mit der Brust und Lendenwirbelsäule und erzeugt durch die direkte Nachbarschaft Probleme in diesen Strukturen. Es ist eine horizontale Verkettung (Zwiebeleffekt) und steigt weder auf, noch ab.




Wie der Körper mit einer Ursache-Folge-Kette (UFK) zurechtkommt


    Das Bestreben des Körpers ist es effizient zu leben. Demnach soll möglichst wenig Energie für unnötige Funktionen verbraucht werden. Wenig Energieverbrauch (ZNS-Steuerzentrale und peripheres Nervensystem) kann im Körper am besten durch Anpassungen über Rotationsbewegungen umgesetzt werden. Dies ist der Grund warum unter aktiven UFK  meistens Rotationsbewegungen in eine Richtung eingeschränkt oder schmerzhaft sind. Im Einklang damit verbunden sind häufig eine eingeschränkte Hüft-, Schultergürtel- und Halsrotationsfähigkeit, welches langfristig neurologische Erkrankungen und chronische Erkrankungen begünstigen könnte.




Welche Wege kann eine Ursache-Folge-Kette (UFK) nehmen?


    Die naheliegende Antwort darauf ist über eine direkte Verbindungen wie Knochen, Gelenke, Faszien, Muskel, Organe, Nerven und Gefäße. Eine Kette kann dabei oberflächlich und tief durch den Körper ziehen. Auch der Wechsel zur gegenüberliegenden Körperseite ist dabei möglich über querverlaufenden Strukturen. Beispiele dafür sind das Zwerchfell, der Beckenboden oder der  Schultergürtel.

    Es gibt auch eine weitere Möglichkeit der UFK in Form eines sog. Störfeldes. Ein Störfeld ist beispielsweise eine Narbe oder ein entzündeter Zahn. Ein aktives Störfeld führt zu energetischen Veränderungen im Körper, die weit entfernt vom Ursprung, ohne klar nachvollziehbaren Verlauf für Störungen verantwortlich sein können.




Wie ist eine Ursache-Folge-Kette (auf)-lösbar?


    Zur Auflösung einer Ursache-Folge-Kette muss der Mechanismus und Verlauf der Kette erkannt werden. Zuerst muss dazu die Ursache osteopathisch korrigiert werden (anhand des Beispiels: das dysfunktionale Sprunggelenk). Dann muss der Verlauf (vom Sprunggelenk zum Kopf) überprüft und nötigenfalls alle Dysfunktionen entlang der Kette mit korrigiert werden.

    Ist die Ursache behoben und die Kette wieder „frei“ beweglich, gibt es keinen Grund mehr für den Körper an der Kette fest zu halten. Dadurch lösen sich die Probleme am Wirkungsort (die Spannungskopfschmerzen).

    Der Faktor Zeit und die eingebrachte Präzision bei der Behandlung ist dabei entscheidend. Je länger eine UFK in der Vergangenheit bestanden hat, umso länger benötigen die Selbstheilungskräfte  nach erfolgreicher Korrektur der Ursache. Eine vollständige Auflösung einer UFK kann von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Monaten dauern.


Andere Möglichkeiten zum lösen der Barrieren gibt es zusätzlich, indem z.B. mit dem Flüssigkeitskörper (Blut, Lymphe, Liquor usw.), mit Körperrhythmen und Druckverhältnisse, des Menschen gearbeitet wird. Eine große Auswahl an Untersuchungstechniken und Behandlungstechniken, die individuell am Organismus angepasst werden.




 



 


F L U I D A L E    T E C H N I K E N

D R U C K  -     Z U G -   &    S C H U B-

T E C H N I K E N




 


K Ö R P E R R H Y T H M E N   &     B E W E G U N G

 



B L O C K A D E N   L Ö S E N   I N

  G E W E B E N   &   S T R U K T U R E N

unterstützt die Selbstregulation von Körperfunktionen.








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